Jetzt muss ich wohl g'scheiteln: [ von Brezi am 2007-05-13 13:04:10 ]
Das L am Silbenende oder vor einem Konsonanten ist im ganzen bairischen Sprachraum ein Problem. Bei denen, die von außerhalb kommen deshalb, weil sie die betroffenen Wörter schlecht verstehen. Bei denen, die von innerhalb kommen, weil daraus pro Wort so viele Aussprachevarianten entstehen wie es Bezirkshaupt- (in Bayern: Kreis-) städte gibt. Prinzipiell: in den südbairischen Mundarten (zu denen auch das Tirolische gehört!) bleibt das L erhalten (drum singen STS auch 'i wüll wieda ham'), in den mittelbairischen MA (von Oberbayern bis ins Nordburgenland wird es hingegen stumm oder zu einem i und verändert den vorangehenden Vokal. Aber das ist Theorie, die nicht viel hilft, denn allein das unscheinbare wort "weil" lautet u. a. wäu, wei, wal, ...
Übrigens: die Transskription "gschnoed" mit o-e gefällt mir gut. Sehr fein beobachtet. Ich war nämlich auch immer schon der Meinung, das -al- und -ol- in Wien nicht genau gleich umlauten. Für mich klingt Wald wie "Woed", aber Holz wie "Hoiz". Ich schreibe das oe nur deshalb nicht oft, damit das nicht jemand aus Eutin oder Karlsruhe als ö interpretiert oder gar als langes o wie in "Soest". Und was beobachten die anderen?